Sommerlager 1980
vom bis

Zellhof
Pfadfindercamp
am Mattsee
Österreich
offizieller Aufnäher
zum Sommerlager '80

Zum erstenmal werden bei diesem Sommerlager unsere neu angeschafften Zelte eingesetzt.
Die Rover gehen dort eine Woche auf Hike.
Die Pfadfinder und Jungpfadfinder besuchen mehrere Tage die Stadt Salzburg.
Eine Tagestour führt den gesamten Stamm mit dem Bus nach Wien. Dort besuchen wir den "Prater" und der gesamte Stamm fährt mit dem berühmten Riesenrad.
Bei der anschließenden Stadtrundfahrt verfranst sich der Bus in den engen Straßen der Wiener Innenstadt und der Fahrer sieht keine andere Möglichkeit mehr, als mitten auf dem Stephansplatz (Fußgängerzone) zu wenden.
Dies sorgt für großes Erstaunen bei den Passanten. So etwas hat es hier wohl noch nicht gegeben.
Bei einem großen Unwetter wird der größte Teil der Zelte beschädigt, als ein Sturm über das Lager fegt. Fast alle Zelte fliegen in die Luft.
Unter anderem auch unser nagelneues Küchenzelt. Mit vereinten Kräften hängen wir uns, bei strömendem Regen, von innen an die Stangen.
Dieses Lager bekommt den Beinamen "Lager am Matschsee" oder "Klein Venedig", da nach wenigen Tagen intensivsten Dauerregens keine Stelle des Platzes mehr "matschfrei" ist.
Es werden Pontons aus Rundholz gebaut, so daß man wenigstens die wichtigsten Strecken (zur Küche und zur Toilette) begehen kann. Gummistiefel sind hier ein muss. Das Zellhoflied "Sonne jag' die Wolken..." wird zum passenden Lagerhit. Während des Regens bleibt den Lagerteilnehmern viel Zeit für künstlerische Betätigungen. Es wird viel gesungen, gespielt aber auch gedichtet. Hier das Ergebnis eines besonders regenreichen Tages:
Diesmal soll es nach Österreich gehen,
zu Pfadfinderdorf "Zellhof", wir werden ja sehen.
Wir trafen uns am Samstag um 22.oo Uhr 
um zu starten unsere große Tour.
Der Bus wurde gepackt, hin und her
aber der Platz reichte nicht, das Gepäck war mehr.
Um die Sachen mitzubekommen
wurde ein kleiner Bus dazugenommen.

Am Ende der ersten Woche die Rover dann
fingen mit ihren Lagerbauten an.
Da wir bis zum Knie in den Morast versanken
Kam man auf den glorreichen Gedanken
zu bauen Stege von großer Stärke
Die Rover, sie gingen eifrig zu Werke.
Von nun an wir liefen auf Stegen, sehr behäbig,
und kamen uns vor, wie "klein Venedig".

Zweineinhalb Wochen vergingen geschwind,
Da kam auch noch der große Wind.
Selbst uns're Küche, die ging fliegen,
Wir hatten Mühe sie wieder hinzubiegen.
Doch alles ist uns gut gelungen, 
Wir haben dabei noch gesungen.
Wir sind dabei gewesen könnt ihr sagen, 
Und alles mit Humor ertragen.

Die Rover Revange von Hartefeld wollen,
wobei jetzt die Leiter schwitzen sollen.
Eine Stafette wurde geplant und erdacht,
Bei der Ausführung wurde viel gelacht.
Der Schwierigkeitsgrad war sehr hoch
aber gut war die Stimmung doch.
Den Leitern rauchte der Kopf
den Rovern ging's an den Schopf.
Als sie des Nachts aus den Betten wurden geholt,
weil sie vergessen hatten, raufzuholen ein Boot.
Doch die Rover ließen sich durch nichts verdrießen, 
auch in der Küche konnte man ihre Hilfe genießen.
Den krönenden Abschluß bildet auch hier wieder Horst K. aus KR., indem er mit dem Kleinbus und der ganzen Verpflegung schonmal vorab fährt und nicht mitbekommt, daß der Bus mit den Kindern eine Panne hat. (Guten Hunger)

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