Am 18.März dieses Jahres geht man in der Pfarre St.Elisabeth daran,
einen Pfadfinderstamm zu gründen, und zwar den Stamm Krefeld III, dessen Führung Willi
Ponzelar übertragen wird.
Als erster Kurat wird Kaplan Theodor Wallraff gewählt.
Vom 6. bis 12. August findet in Vossenack ein großes Landeslager
mit 200 Pfadfindern (ab 14 Jahre) statt und anschließend an der selben Stelle ein
Wölflingslager mit 300 Wölflingen.
Zu diesen Treffen erscheinen Aachen VII, Krefeld II-St.Antonius und Krefeld
III-St.Elisabeth als neue Stämme.
Am 27.August kann der neugegründete Stamm bereits die erste
Verprechensfeier durchführen, bei der 5 Neulinge ihr Gelöbnis der Treue, der
Hilfsbereitschaft und des Gehorsams auf das weiße Banner mit dem roten Kreuz und der
weißen Lilie auf blauem Grund ablegen.
Im Jahre 1933 werden die Zeichen einer neuen Zeit mit dem Anwachsen
der braunen Welle des Nationalsozialismus immer fühlbarer.
Doch der Stamm Krefeld III an St.Elisabeth führt, wie alle Stämme der "Deutschen
Pfadfinderschaft St.Georg", unbeirrt seine Arbeit fort.
Wie wenig sich auch die DPSG und alle anderen katholischen
Jugendgruppen in die "Katakomben" verdrängen und ihrer Aktivitäten beschneiden
lassen, zeigt die Tatsache, daß im März eine Kundgebung der "Deutschen
Glaubensbewegung" gesprengt wird.
Kämpfe und Streitigkeiten mit der Hitlerjugend auf dem Weg von und
zu den Heimabenden, sowie wilde Jagden hinter Bannern und Wimpeln auf Fahrten, sind bald
an der Tagesordnung.
Am 25.April findet auf den Stadtwaldwiesen ein Geländesporttag
statt.
Fahrten und Lager werden weiterhin durchgeführt, wie zum Beispiel am 1.Mai das Gaulager
des Gaues Krefeld bei Hinsbeck. Am Nachmittag des gleichen Tages veranstaltet die DPSG
Krefelds sogar einen Maiumzug in voller Kluft und mit wehenden Bannern.
Im Juni diesen Jahres wird die Kluft verboten. Dem folgt dann am
28.Juli ein generelles Lagerverbot.
Trotz dieser Verbote durch die Nationalsozialisten treffen sich die
Pfadfinder am 26. und 27.August in St.Tönis zum zweiten Gaulager des Gaues Krefeld.
Am 3.November wird der Stammesführer Willi Ponzelar
zum Pfadfinder 2.Grades ernannt. (Die Aufnahme erfolgte damals als Pfadfinder 3.Grades und
steigerte sich durch Prüfungen bis zum Pfadfinder 1.Grades.)
Trotz allem wächst der Stamm St.Elisabeth weiter. Bereits am 26.
November legen bei der Jahresfeier in St.Anna weitere 24 Neulinge ihr
Pfadfinderversprechen ab.
Am Tag darauf treffen sich die Eltern der Stammesmitglieder zum ersten Elternabend.
Die Arbeit geht unbeirrt weiter, und nie ist wohl Treue und Einsatzbereitschaft größer,
nie die Gemeinschaft so fest geschlossen gewesen.
Am 20.Januar sprechen die Nazis ein generelles Versammlungsverbot
aus.
Die offizielle Stammesarbeit wird von nun an nur noch auf religiösem Gebiet fortgesetzt.
Und so findet dennoch am 6.März ein Gautag der Stämme I-V in der
Jugendherberge Homberg statt und am 21.März legt die Sippe "Wildkatze" ihr
Pfadfinderversprechen ab.
Der Georgstag am 23.April wird von den Stämmen des Gaues Krefeld gemeinsam gefeiert.
Zu dieser Zeit zählt der Stamm 30 Mitglieder.
Davon 15 Pfadfinder und 15 Wölflinge.
Im Oktober muß der Stamm die ersten drei Jungmänner verabschieden,
die Aufgrund des neuen, von den braunen Machthabern erlassenen, Wehrpflichtgesetzes, als
Rekruten eingezogen werden.
In dieser Zeit tritt Willi Ponzelarvon
seinem Amt als Stammesführer zurück, das er in Zusammenarbeit mit dem Stammeskuraten Kaplan
Theodor Wallraffsolange in Treue und nimmermüder Einsatzbereitschaft für
die Verwirklichung der Ziele katholischen Pfadfindertums inne gehabt hat.
An seine Stelle tritt als neuer Stammesführer Walter Reitschuster.
Aus Gründen der Tarnung nennt sich die DPSG "Gemeinschaft
St.Georg".
Die GeStaPo besetzt das Krefelder Landesbüro und nimmt alle Unterlagen mit.
Im Februar werden die katholischen Jugendverbände aufgelöst und die DPSG verboten. Bis
1945 wird die Pfadfinderarbeit nur noch im Untergrund betrieben. Weil die religiöse
Arbeit nicht verboten ist, trifft man sich in der Gegend um Hinsbeck zu Wochenendfahrten
in weißen Hemden und schwarzen, kurzen Hosen.
Die Gruppen treffen sich privat und machen viele gemeinsame Unternehmungen. Es wird
laufend versucht unsere Mitglieder abzuwerben. Gruppenabende werden gestört, um
Propaganda für die HJ zu machen. Viele werden eingezogen oder kommen in den Kriegswirren
um.
Es ist an der Tagesordnung, daß man zu Verhören bei der GeStaPo geladen wird.
Die Pfadfinderarbeit wird durch die Engländer als Besatzungsmacht
mit Zelten, die kostenlos zur Verfügung gestellt werden, stark unterstützt.
Im Sommer dieses Jahres bilden sich in der Pfarre St.Elisabeth bereits mehrere Jungen und
Mädchengruppen. Neben der Zahl der Gruppen steigt auch ständig ihre Stärke.
Im Winter 1945 beginnen die Pfadfinder mit dem Bau ihrer Gruppenräume, die liebevoll
"Büdchen" genannt werden.
Die Pfarrjugend gestaltet am 26.Mai eine Marienfeier im Pfarrgarten.
Am Schluß der Feier spricht Walter Reitschuster über die DPSG:
"Wer Lust und Freude verspürt, sich mit den
Pfadfinderidealen bekannt zu machen, der
möge am 12.Juni zum Pfarrgarten kommen."
An diesem Tage erzählt Walter Reitschuster
fünf interessierten Jungen über Leben und Treiben der Pfadfinder, deren Gesetz,
Wahlspruch, Organisation und so weiter. Hierdurch begeistert, erklären die Jungen ihren
Beitritt zur GSG (Gemeinschaft St.Georg) und bitten um Bildung einer Neulingssippe.Vom 8. bis zum 10.Juni findet das erste Landeslager nach dem Krieg
in Rheindahlen statt. 500 Pfadfinder nehmen unter dem Leitsatz "Zucht und
Freude" daran teil. Auch holländische Pfadfinder, Letten und Pfadfinder aus
Süddeutschland finden sich zu diesem Lager ein.
Im Juli tritt auch die Jungmännergruppe von Peter
Bönders der GSG bei und bildet eine zweite Neulingssippe.
Von Juli bis September findet die Vorbereitung zur
Jungpfadfinderprüfung statt, die im Oktober abgelegt wird.
Am 1.November wird Walter Reitschuster zum Feldmeister ernannt.
Am 19.November erfolgt das Versprechen der beiden Sippen "Falke" (Walter
Reitschuster) und "Otter" (Peter Bönders) in einer eindrucksvollen Feier in der
Pfarrkirche.
Am 19.März spricht der Stammesfeldmeister zu den Jungen der zweiten
Jungschargruppe (Emil Conrads) und zur dritten Jungschargruppe (Herbert
Pütz) über das Wölflingswesen der GSG. Jeder Junge bekommt das Heft
"Der Wölfling". Der Erfolg ist großartig. Alle Jungen wollen Wölflinge
werden.
Die Rudel bekommen ihre Bezeichnungen:
Grünes Rudel (Emil Conrads)
Blaues Rudel (Herbert Pütz)
Die Einrichtung eines Bundesamtes in Krefeld wird beschlossen. Will von der
Way und Franz Towet leiten in Vertretung des Bundesfeldmeisters, Walter
Casott, den Aufbau des Amtes. Franz Towet tritt
als Landeswölflingsmeister zurück und wird hauptamtlich als Sekretär in das Bundesamt
berufen.
Die Stunde des Bundes (Georgstag) wird am 23.April im Pfarrgarten
abgehalten. 13 Jungen legen ihr Pfadfinderversprechen ab. Vier Stämme (St.Dionysius,
St.Norbertus, St.Petrus-Canisius und St.Elisabeth) nehmen an dieser Feierstunde teil.
Am 1.Mai wird Peter Bönders zum
Feldmeister ernannt.
Am 15.Mai ruft die Pfarrjugend zum Singewettstreit auf. Drei Jungschar-, zwei Frohschar-,
fünf Mädchen-, und fünf Jungengruppen beteiligen sich. Sieger bei den Jungen wird die
Sippe Otter, Sieger der Jungschar wird das grüne Rudel.
Vom 24. bis 26.Mai wird das Landeslager Aachen in Arsbeck
durchgeführt. Das Lager steht unter der Leitung von Gaufeldmeister Lutz
Essers (Wassenberg) und Gaufeldmeister Jupp Hofer
(Krefeld). Bei der Lagereröffnung durch Landeskurat Pater Bentivolius
(Franziskaner) und Landesfeldmeister Will von der Wey können
1300 Jungen begrüßt werden. Auch holländische Gäste, Pfadfinderführer und
Wölflingsführerinnen, sind anwesend und überbringen die Grüße der holländischen
Pfadfinder.
Der Bischof von Aachen grüßt in einem Telegramm "seine" Gemeinschaft St.Georg.
Die Tage beginnen mit der hl.Messe am selbstgebauten Lageraltar.
Singewettstreit, Pfadfinderspiele, Arbeitskreise, und nicht zuletzt die Kocherei füllen
die sonnigen Tage aus.
Am letzten Abend legen 70 Jungen am Lagerfeuer ihr Versprechen ab und versprechen bei
ihrer Ehre, treu zu sein Gott, der Kirche und dem Vaterland, jederzeit und allen Menschen
zu helfen und dem Pfadfindergesetz zu gehorchen.
Auch hier werden die Pfadfinder wieder mit Zelten von den Engländern unterstützt. Am
Lager nimmt die Sippe Falke teil. Es ist das erste Pfadfinderlager für den Stamm
St.Elisabeth.
Ende Mai erhält die Wölflingsmeute den Namen Baghira.
Die Jungwolfprüfung des grünen Rudels findet am 10.Juni statt.
Am 21.Juni wird Peter Bönders im Altenberger Dom zum
Georgsritter ernannt.
Am Johannistag legen 15 Jungen der Baghira-Meute ihr Wölflingsversprechen ab:
"Ich verspreche so gut ich kann
treu zu sein.
Gott, den Eltern, den Vorgesetzten
und dem Gesetz der Wölflinge
und täglich jemand eine Freude zu machen."
Im Rahmen dieser Versprechensfeier wird auch das Lilienbanner des
Stammes geweiht.
Vom 26. bis 28. Juli richtet der Gau Niederrhein das Gaulager in
Lank am Rhein aus. Es sind drei Tage Sonne und Freude für den Stamm St.Elisabeth. Im
Singewettstreit belegen unsere Pfadfinder den ersten und unsere Wölflinge des grünen
Rudels den zweiten Platz.
Vom 09. bis 10.August findet das lustige Jugend-Theaterspiel
"Blut und Liebe" der Sippe Otter im Hardter Wald statt. Peter
Bönders spielt die Jungfrau.
Am Franziskustag (4.Oktober) legen im Rahmen der Stunde des Bundes,
neun Wölflinge des blauen Rudels ihr Versprechen ab.
Am 21.Dezember veranstaltet die männliche Pfarrjugend eine Ausstellung ihrer
Bastelaktion. Der Stamm hat gut gearbeitet.
Am Georgstag (23.April) findet um 6.oo Uhr eine Gemeinschaftsmesse
statt. Am Abend des gleichen Tages legen die Wölflinge des blauen Rudels der Balu-Meute
aus Stahldorf im Pfarrgarten ihr Versprechen ab.
Walter Reitschuster legt anschließend seinen Posten als
Stammesfeldmeister nieder und Emil Conrads wird auf Vorschlag
des Stammes vom Landesfeldmeister zum neuen Stammesführer ernannt.
Vom 15. bis 17.Mai findet das Landeslager auf dem Egelsberg statt.
Die Losung "Zucht und Freude" lassen das Lager zu einem großen Erfolg
werden. Unsere Sippe Falke gewinnt den Landeswimpel für Pfadfinderspiele. Insgesamt
nehmen an diesem Lager 1300 Jungen teil.
Anmerkung: Das Lager hat schon einen komfortabelen Stand: Es gibt eine, von Jupp Hofer
organisierte Feldtelefonanlage zum Schutz vor Überfällen von anderen Gruppen.
Am 1.Juni findet im Stamm eine Volkszählung statt. Die
Stammesstärke beträgt 52 Jungen: 2 Ritter, 15 Pfadfinder, 3 Pfadfinder-Neulinge, 23
Wölflinge, 9 Wölflings-Neulinge.
Vom 2. bis 7.August
wird vom Stamm St.Elisabeth ein Jungscharlager in Altenberg durchgeführt.
Vom 28. bis 29.August findet ein Gautreffen auf dem Egelsberg statt. Die Sippe Falke, das
grüne und das blaue Rudel, also Wölflinge und Pfadfinder, zeigen, was sie gelernt haben.
Im Singewettstreit gibt es für St.Elisabeth den zweiten Platz. Unser Kurat, Dr.Schaffrath
besucht uns. Das Lager ist ein schöner Abschluß der Fahrten und Sommerzeit.
Am 4.Oktober beginnt der St.Franziskustag am frühen Morgen mit
einer Gemeinschaftsmesse und endet am Abend mit der Stunde des Bundes in der Kirche. Zwei
Jungen der Sippe Falke legen ihr Pfadfinderversprechen ab.
Am 14.November besucht der Direktor des "Boyscouts International Bureau London",
Colonel Wilson das Düsseldorfer Planetarium. Teilnehmer sind
der Bund freier Pfadfinder, die christliche Pfadfinderschaft und die Gemeinschaft
St.Georg. Es sind Abordnungen polnischer, holländischer, lettischer und littauischer
Pfadfinder zugegen.
Zahlreiche Vertreter der Presse, der Stadt Krefeld und des Landes Nordrhein-Westfalen sind
ebenfalls vertreten.
Der Gaufeldmeister Hofer wird am 20.November abgedankt. Willi
Gobbers wird von den Rittern, Feldmeistern und Stammesführern zum neuen
Gaufeldmeister gewählt. Willi nimmt die Wahl an.
Der Beschluß des Gauthings vom 11.Dezember, den Gau Niederrhein in
zwei Sektoren zu teilen, verbindet die Stämme Lank, Uerdingen, Linn, Oppum und Bockum zum
Rheingau und die Stämme der Innenstadt zum Gau Niederrhein.
Das Geld der Weihnachtssammlung verteilt der Stammesführer im Einvernehmen mit dem
Kuraten.
Am 08.Februar bekommt das blaue Rudel einen neuen Rudelführer: Horst
Grütering.
Am 19.März wird Stammesführer Emil Conrads zum
Hilfsfeldmeister ernannt.
Der Georgstag am 23.April beginnt morgens um 7.00 Uhr in der Kirche. Es versammeln sich die Wölflinge und Pfadfinder um den Tag ihres Schutzpatrons mit dem hl. Opfer zu beginnen. Um 20.00 Uhr findet die Feierstunde im Pfarrgarten statt. In eindringlichen Worten legt der Kurat, Pastor Schaffrath, die Forderungen des Pfadfindertums klar:
"Die Gestaltung des täglichen Lebens aus dem Pfadfinder- und Wölflingsgesetz und die tägliche gute Tat. Das Leitwort der DPSG für dieses Jahr "Zage nicht - wage" soll für unser Tun bestimmend sein. Und nicht zuletzt soll der hl. Ritter und Märtyrer Georg uns beistehen in unserem Ringen.Am 1.Mai findet eine Niederrheinfahrt der Sippe Otter statt.
Die Stärke des Lagers beträgt ca. 1000 Pfadfinder, ca. 990
Jungpfadfinder, ca. 30 Ritter, 15 Holländer und 15 Esten. Auch der Bundeskurat und der
Bundesfeldmeister besuchen das Lager. Die größte Freude bedeutet der Besuch seiner
Excelenz des hochwürdigsten Herrn Bischofs Johannes Josef van der Velden.
Vom 23. bis 31 Juli findet eine große Fahrt der Sippe Otter Eifel-Trier-Koblenz statt.
Im August löst sich die Sippe Falke wegen Führermangels nach und nach auf. Nach dem
Ausscheiden des Sippenführers, Feldmeister Reitschuster, ist eine Weiterführung der
Sippenarbeit nicht möglich, da keine geeignete Führung gefunden worden ist. Hans
Felbermaier, als kommissarischer Sippenführer (primus inter pares)
eingesetzt, entspricht nicht den Anforderungen, die an einen Führer gestellt werden
müssen. Hierdurch bleiben die Pfadfinder nach und nach den Sippenabenden fern, so daß
sich die Notwendigkeit der Auflösung ergibt.
Am Gaulager Niederrhein, welches vom 27.-28.August auf dem Wolfsberg
bei Tönisberg stattfindet, nehmen von unserem Stamm die Sippen Gazelle und Leopard teil.
Beide Sippen zeigen, was sie gelernt haben und sehen vor allen Dingen, was noch zu lernen
ist. Die Sippe Gazelle erringt den 3. und die Sippe Leopard den 4. Preis.
Am 01. und 02. Oktober wird das Rüsthaus St.Georg unter Leitung von
Will von der Way und Franz Towet in Krefeld gegründet.
Zunächst befinden sich die Räumlichkeiten im Bundesamt in St.Tönis. Aus Platzmangel
findet ein Jahr später ein Umzug in das Dreifaltigkeitskloster und später zur
Roonstraße, in ehemalige Fabrikationsräume der Firma Kraus statt.
Der Franziskustag am 04.Oktober beginnt mit der Gemeinschaftsmesse.
In der Stunde des Bundes, abends um 19,00 Uhr im Pfarrgarten, nimmt der Gaufeldmeister den
zehn Pfadfindern der Sippe Gazelle das Versprechen ab. In eindringlichen Worten mahnt er
an die Pflichten des Pfadfinders, der nicht immer loderndes Feuer sein kann, aber
beständige Glut sein sollte.
Für Weihnachten wird dieses Jahr nicht gebastelt. Die zwei Sippen und das Rudel tragen
Nahrung und Genußmittel, sowie Bekleidungsgegenstände zusammen und schicken drei Pakete
an das Heimkehrerlager Friedland.
Durch den Wiederaufbau des Kindergartens soll der frühere
Gruppenkeller (Katakomben unter dem Kindergarten) als Pfadfinderheim eingerichtet werden.
Um Mißstände und Streitigkeiten mit dem Kindergarten auszuschalten, wird durch den
Pfarrer der Raum der früheren Erwachsenen-Aborte den Pfadfindern als Heim übergeben.
Nach Fertigstellung des Daches kann mit der Herstellung des Raumes begonnen werden.
Bei der Kornettrunde beim Kuraten am 11.Januar wird über Ausbildung
und Prüfung der Neulinge, Durchführung der Sippenabende, Finanzwesen und vieles andere
noch beraten.
Am 09.April wird der Stammesführer Emil Conrads vom
Bundesfeldmeister zum Feldmeister ernannt.
Der Georgstag am 23.April findet dieses Jahr in St. Norbertus statt, da der Feldmeister Emil
Conrads im Krankenhaus liegt.
Am 10.Mai wird die Führung der Sippe Leopard (bisher Klaus Mandl) an Werner
Püllen aus der Sippe Gazelle übertragen. Die Führung des Blauen Rudels
(bisher Horst Grütering) wird Günter Schmitz aus der Sippe
Gazelle übertragen. Das Blaue Rudel wird in eine Jungsippe umgewandelt.
Am 21.Mai wird eine Pfadfinderstafette des Gaues Niederrhein als
Ausscheidung für die Landesstafette auf dem Egelsberg veranstaltet. Von jedem Gau nehmen
zwei Sippen an der Landesstafette teil. Die Gaustafette ermittelt als beste Sippe die
Sippe Gazelle aus St.Elisabeth und eine Sippe aus Liebfrauen.
Am 24.Mai wird die erste Jungsippe der Jungpfadfinderstufe gebildet,
aus der der spätere Jungtrupp Ignatius von Layola hervorgehen soll.
Das Pfingstlager des Landes Aachen findet vom 27.-29.Mai in
Mönchengladbach-Hardt statt und steht unter dem Motto "Baut Brücken".
Vom Stamm St.Elisabeth nehmen die Sippen Gazelle und Leopard am Lager teil. Der Verlauf
des Lagers gestaltet sich durch fortwährenden Regen etwas anders als geplant. Bei der
Pfadfinderstafette schneidet die Sippe Gazelle als siebter ab.
Das Verhalten der zwei Sippen bei der Stafette und während des ganzen Lagers war gut.
Durch Technik und Wissen wird die Mehrzahl der gestellten Anforderungen gemeistert. Der
weiteren Sippenarbeit wird es überlassen sein, Wissen und Können der Pfadfinder so zu
vermehren, daß bei der Stafette 1951 ein noch größerer Erfolg errungen werden kann.
An der großen Romfahrt der DPSG zum hl. Jahr vom 19.-28.September
nehmen vom Stamm St.Elisabeth der Stammesfeldmeister Emil Conrads und Max
Walber teil.
Im Rahmen dieser Fahrt wird am 24.September der Feldmeister Emil Conrads
auf dem Capitol vom Bundesfeldmeister zum Georgsritter ernannt und legt auch hier sein
Ritterversprechen ab.
"Die Fahrt von Krefeld nach Basel-Luzern-St.Gotthard-Florenz- Assisi-Rom-Rapallo-Basel-Krefeld war ein großes Erlebnis. Wer kann die Gefühle beim Anblick der Basiliken, St. Peters, der Kunstschätze der vatikanischen Museen, der Katakomben usw. schildern? Das Schönste waren die beiden Sammelaudienzen beim hl. Vater in St.Peter und Castell Gandolfo, denen wir beiwohnen durften. Es wird dies alles uns nicht mehr genommen werden können und wir dürfen ein ganzes Leben davon zehren."
Die Feierstunde des Franziskustages am 04.Oktober wird mit dem
ganzen Gau im Kaiser-Friedrich-Hain gestaltet.
Die Sippe Gazelle nimmt an der Gaustafette am 07.Januar teil und
wird zweite. Der Sippenführer weilt zur Zeit der Austragung im Krankenhaus. Günter
Schmitz tritt an seine Stelle.
Am 04.März legt Willi
Ponzelar auf dem Landesführertreffen der "Grenzmark Aachen" in
Altenberg sein Ritterversprechen ab. Sämtliche Führer des Stammes nehmen teil.
Am 08.April wird eine Gaustafette als Ausscheidung für die
Landesstafette durchgeführt. Der Sippenführer ist auch jetzt krank. Die Leistungen der
Gazellen sind mäßig. Da nur der zweite Platz erreicht wird, scheidet die Sippe für die
Landesstafette aus.
Am 22.April, dem Vorabend des Georgstages, legen die Mitglieder der
Jungsippe Falke, nach entsprechender Vorbereitung, als erste im Stamm ihr
Jungpfadfinderversprechen ab.
Im Mai werden Günter Schmitz und Werner Püllen
vom Landesfeldmeister zum Kornett ernannt. Werner Püllen
schreibt seine vierseitige Kornettarbeit über eine Fahrt nach Altenberg. Die Beurteilung
des Kuraten, der die Arbeit vorher begutachtet, lautet: "Zu romantisch!"
Vom 12.-14.Mai findet das Landeslager Aachen beim Kloster Steinfeld
in der Eifel statt. Am Lager nehmen die Sippen Leopard, Gazelle und die Jungsippe Falke
teil.
Der Lagerplatz ist sehr zufriedenstellend. Dagegen könnte das Wetter besser sein. Nachts
ist es sehr kalt.
Am 22.Mai feiert die Sippe Gazelle ihr fünfjähriges Bestehen mit
einer großen Feier im Pfarrsaal. Geplant ist es ganz gut, denn jeder soll einen Kuchen
mitbringen. Nur keiner rechnet damit, daß dies auch wirklich jeder tut. So hat man auf
der Feier für jede Person einen ganzen Kuchen.
Die Beteiligung der Pfadfinder an der Pfarrprozession am 03.Juni ist
gut. Nach der Prozession werden die Fahnen abgebaut und eingesammelt.
Am 24.Juni treffen sich der Stammesfeldmeister Emil
Conrads, der Feldmeister Benno Kesting und der
Leiter des städt. Lehrlingsheimes auf der Steckendorfer Straße, betreffs Übernahme der
dortigen Pfadfinder in den Stamm St.Elisabeth.
Vorgesehen ist die Abstellung eines Sippenführers zum Lehrlingsheim. Dieser Plan zeigt
sich aber als nicht durchführbar, da im Stamm Führungsmangel herrscht.
So wird die Eingliederung der dortigen Pfadfinder in die Sippen von St.Elisabeth
vereinbart. Erfolg gleich Null.
Am 1.Juli wird im Pfarrgarten ein großes Pfarrfest durchgeführt.
Der Stamm ist maßgeblich an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt.
Vierzehn Pfadfinder vom Stamm nehmen am Einkehrtag im Marienheim vom 14.-15.Juli teil.
Die Sippe Gazelle gewinnt die Gaustafette am 22.Juli in St.
Norbertus und auf dem Hülserberg.
Am 27.Juli fährt Kornett Günter Schmitz für drei Wochen zu
einem internationalen Pfadfinderaustausch nach England.
Am 31.Juli - Reisegebet des Gaues zu Beginn der Fahrtenzeit in
St.Norbertus um 20.00 Uhr.
Vom 4. bis 19.August fährt die Sippe Gazelle mit dem Fahrrad in den
Schwarzwald. Schon die erste Rast am Rhein, kurz hinter Koblenz, zwischen Rheinufer und
Bahndamm bringt ein lustiges Ereignis
Das diesjährige Gaulager der Jungpfadfinder findet am 16.September
auf dem Egelsberg statt. Als Bester schneidet der Trupp Ignatius vom Stamm St.Elisabeth
ab.
Am darauffolgenden Wochenende wird das Gaulager für Pfadfinder auf
dem Egelsberg durchgeführt. Es gewinnt die Sippe Gazelle vom Stamm St.Elisabeth.
Am 30.September nimmt die Sippe Gazelle am Tag der Jugend, Krefeld auf der Stadtwaldwiese
teil.
Am 25.Oktober besuchte der Direktor des "Boyscouts
International Bureau London" Colonel Wilson das Bundesamt der DPSG in Krefeld.
Im Kaiser-Wilhelm-Museum wird am 15.Dezember der Romfilm der DPSG vom Gau vorgeführt.
Statistik: Die Stammesstärke beträgt 30 Jungen.